Geräte Männer | Pauschenpferd

Pauschenpferd (= Seitpferd)

Das umgangssprachlich meist „Seitpferd“ genannte Gerät heißt korrekt „Pauschenpferd“ nach den beiden Griffen („Pauschen“) am Gerätkörper, ist 160 cm lang, 115 cm hoch und 35 cm breit. Eine moderne Pauschenpferdübung ist charakterisiert durch Pendelschwünge (d.h. Spreizen und Scheren) und verschiedene Arten von Kreisschwüngen mit gespreizten und geschlossenen Beinen in unterschiedlichen Stützpositionen und auf allen drei Pferdteilen (Mitte, beide Enden). Schwünge durch oder in den Handstand mit und ohne Drehungen sind erlaubt. Alle Elemente dürfen nur schwungvoll und ohne jedliche Übungsunterbrechung geturnt werden. Kraft- und Halteteile sind nicht gestattet. Die Hände sind die einzigen Körperteile, die das Gerät berühren dürfen. Die ganze Kür muss in gleichmäßigem, kontrolliertem Rhythmus vorgetragen werden. Vor allem für die Kampfrichter ist das Pauschenpferd wohl das schwierigste Gerät: Minimale Unterschiede in der Aufstützart der Hände am Pferd können z.B. bereits deutliche Wertteilunterschiede bewirken. Und die einzelnen Elemente folgen so rasch aufeinander, dass nur ein Profi sie korrekt beurteilen kann.